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Jörg-Andreas Bötticher |
Jörg-Andreas Bötticher wurde 1964 in Berlin geboren, stammt aus einem musikliebenden Elternhaus und erhielt seine ersten Orgelstunden von seiner Grossmutter. Prägend für seine musikalische Grundausbildung waren die Jahre als Sänger in der Knabenkantorei Basel. Langjährigem Unterricht in Klavier und Orgel folgte eine kurze Phase als Keyboarder in einer Band. Nach dem Abitur am Hebelgymnasium in Lörrach studierte er alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis mit Hauptfach Orgel bei Jean-Claude Zehnder und Cembalo bei Andreas Staier. Intensive Studien bei Jesper Christensen führten zu einer gründlichen Auseinandersetzung mit der Kunst des Generalbassspiels. Diese Arbeit gipfelte in dem gemeinsam verfassten Artikel "Generalbass" im Musiklexikon MGG, der neue Massstäbe für die Generalbassforschung und -ausbildung setzte. Rudolf Meyer und Rudolf Lutz förderten ihn in der historischen Improvisationskunst. Weitere Anregungen erhielt Bötticher von Gustav Leonhardt, Michael Radulescu, Harald Vogel.
19902004 arbeitete er zusammen mit dem Ensemble La Fenice. Projekte mit René Jacobs, Jordi Savall, Joshua Rifkin u.a. öffneten die Perspektive für die Arbeit mit grösseren Ensembles. Den Begegnungen mit Egon Schwarb und Gerhart Darmstadt verdankt Bötticher wertvolle Impulse zu spirituellen Dimensionen der Musik und zur Musikpädagogik.
Eine rege Kurstätigkeit führte ihn an die Musikinstitute und -hochschulen von Luzern, Zürich, Berlin-Spandau, Frankfurt, Karlsruhe, Leipzig, Warschau und Bogota. Seit 1996 unterrichtet Bötticher in der Nachfolge Andreas Staiers an der Schola Cantorum Cembalo, Generalbass und Kammermusik, seit 2006 auch Orgel. An der Hochschule für Musik Basel hält er Vorlesungen zur Aufführungspraxis.
Mehrere Veröffentlichungen u.a. im Bachjahrbuch und im Basler Jahrbuch spiegeln seine Forschungsinteressen zwischen Theorie und Praxis. Als Solist und in Zusammenarbeit mit den Ensembles La Cetra, Ensemble 415, Akademie für alte Musik und Die Freitagsakademie konzertiert Bötticher regelmässig an den verschiedensten Festivals und Konzertreihen Mitteleuropas, wie auch an kleineren Orten mit historischen Orgeln.
Als Experte ist Bötticher ein gefragter Gast im Schweizer Radio DRS2 sowie bei Hochschulprüfungen in der Schweiz und in Frankreich; als Juror ist er an Orgelwettbewerben anzutreffen (Schweizer Orgelwettbewerb, Hofhaimer-Wettbewerb Innsbruck). Seine CD-Aufnahmen zeigen eine Vorliebe für unbekanntere Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts (Alessandro Poglietti, Michelangelo Rossi, Gottlieb Muffat u.a.). Bötticher ist Organist der Predigerkirche Basel mit drei historischen Orgeln und Mitinitiator der seit 2004 laufenden Reihe "Bachkantaten in der Predigerkirche" (www.bachkantaten.ch). Er ist verheiratet und hat sechs Kinder.
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Lorenzo Ghielmi |
Lorenzo Ghielmi studiert und praktiziert seit vielen Jahren die Musik der Renaissance und des Barock. Er tritt in ganz Europa, Japan und den USA auf und ist auf vielen Aufnahmen für das Radio und CDs zu hören (Harmonia Mundi, Winter & Winter, Passacaille). Er ist Organist der Basilica di San Simpliciano in Mailand. Lorenzo Ghielmi ist auch Autor eines Buches über Nicolaus Bruhns und hat darüber hinaus zahlreiche Studien über die Orgelkunst des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts sowie über die Interpretation der Werke von Bach verfasst.
Er unterrichtet Orgel, Cembalo und Kammermusik am Istituto di Musica Antica, in der Accademia Internazionale della Musica in Mailand. Seit 2006 hat er
zudem eine Professur für Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis.
Ghielmi ist Jurymitglied bei Orgelwettbewerben und wird oft gebeten, Vorlesungen und Meisterklassen an zahlreichen Musikinstitutionen zu halten,
insbesondere auch an der renommierten Haarlem Sommer-Akademie. 2005 gründete er sein Ensemble la Divina Armonia gegründet (Handel Orgelkonzerte, Haydn
OrgelKonzerte, Bach kammermusik CDs erschienen bei dem Label Passacaille)
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Martin Sander |
Geboren 1963 in Berlin und aufgewachsen in Göttingen, zählten zu Martin Sanders Lehrern in Privatunterricht, Studium und Meisterkursen Hermann Amlung, Ulrich Bremsteller, Harald Vogel, Luigi Ferdinando Tagliavini, Flor Peeters, Daniel Roth und Edgar Krapp.
Der Gewinn mehrerer großer Orgelwettbewerbe u.a. Mendelssohn-Wettbewerb Berlin, ARD-Wettbewerb München, J.S.Bach-Wettbewerb Leipzig und Wettbewerb des Prager Frühlings bereitete seine internationale Konzertkarriere vor. Er konzertiert regelmäßig in vielen bedeutenden Kirchen und Sälen und trat als Solist mit etlichen renommierten Orchestern auf. Einen besonderen Schwerpunkt seines Repertoires und seiner Aktivitäten stellt die Musik der deutschen Romantik in historischer Aufführungspraxis dar. Die romantische Voit-Orgel der Stadthalle Heidelberg wird von ihm fachlich und künstlerisch betreut.
Neben Produktionen und Konzertmitschnitten für verschiedene deutsche und ausländische Rundfunk- und Fernseh-Anstalten spielte er etliche CompactDiscs für die Labels Audite, Dabringhaus&Grimm und Motette ein.
Derzeit ist Martin Sander als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik in Basel sowie an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg tätig. Zwischenzeitlich hatte er außerdem einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main inne. Martin Sander leitet zahlreiche Meisterkurse im In- und Ausland und ist als Juror internationaler Wettbewerbe tätig.
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Wolfgang Zerer |
Wolfgang Zerer, geboren 1961 in Passau, erhielt seinen ersten Orgelunterricht vom Passauer Domorganisten Walther Schuster. Ab 1980 studierte er in Wien (Orgel bei Michael Radulescu, Cembalo bei Gordon Murray, Dirigieren bei Karl Österreicher und Kirchenmusik).Weitere Studien führten ihn nach Amsterdam (Cembalo bei Ton Koopman) und nach Stuttgart (Kirchenmusik / Orgel bei Ludger Lohmann).
Er war Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe (u. a. in Brügge und Innsbruck).
Nach Lehraufträgen in Stuttgart und Wien erhielt er 1989 eine Professur für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1995 ist er als Gastdozent am Conservatorium Groningen / Niederlande tätig, seit Oktober 2006 ist er Dozent für Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis/Schweiz.
Konzerte, Kurse, Jurytätigkeit und Aufnahmen führten ihn in die meisten Länder Europas, nach Israel, Japan, Südkorea und in die USA.